Reiseziele

Diese 7 Kleinstädte in Bayern sind einen Besuch wert

Ganz klar: Ein City-Trip in die Großstädte lohnt sich immer. Doch sollten wir bei unserer Reiseplanung nicht auch mal kleinere Stadt-Schönheiten berücksichtigen? Auf geht's: Ich zeige dir meine 7 liebsten Kleinstädte in Bayern.

von Rica Hesse12.7.2023
Rica ist Redakteurin bei „Im Grünen“. Neben dem Gärtnern auf ihrem kleinen Stadtbalkon, begeistern sie DIY-, Design- und Camping-Themen.
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Füssen

Das kleine Städtchen Füssen am grünen Lech ist nicht bloß für die Nähe zum Schloss Neuschwanstein bekannt, sondern auch für sein historisches Zentrum. Als „fast südländisches Flair“ wird die Stimmung hier im Ort beschrieben. Kein Wunder, wie ich finde. Denn neben pastellfarbenen Häuserfronten, zahlreichen Straßencafés in der autofreien Reichenstraße und unzähligen Badeseen in der näheren Umgebung macht sich schnell Urlaubs-Feeling breit.

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, bietet das Museum der Stadt Füssen (neben einem Dach über dem Kopf) eine Ausstellung zur Rolle von Füssen als Stadt der Lauten- und Geigenbauer. Weitere Highlights sind der pompöse Kaisersaal und die ovale Bibliothek mit ihrem Deckengemälde – einfach schön.

Füssen ist übrigens der Start- und Zielpunkt des Weitwanderwegs Romantische Straße, die bis nach Würzburg führt. Auf etwa 500 Kilometern lernen Wandernde abwechslungsreiche Kulturlandschaften und denkmalgeschützte Ortskerne kennen.

02

Rothenburg ob der Tauber

Ist das gemütlich! Zieht man durch die Straßen Rothenburgs, so ist es das, was diesen Ort auf den ersten Blick wahrscheinlich am besten beschreibt: Heimeligkeit. Und doch ist die Kleinstadt mit ihren gerade einmal 12.000 Einwohner:innen so schön facettenreich. Der Charme der Vergangenheit trifft hier immer wieder auf Innovationen der Einheimischen – dies fällt besonders auf, wenn man sich durch das kulinarische Angebot probiert. Das reicht nämlich von ausgefallenen Drinks im Mucho Amor über deftige Frühstücksstullen im Café Lebenslust bis hin zu fränkischer Traditionskost im Gasthaus zur Schranne.

Eine echte Rothenburger Spezialität habe ich dir aber noch mitgebracht: heiße Schneeballen. Der Schneeballen ist ein schlichtes Mürbeteiggebäck, das bereits im Mittelalter entstanden ist und nach dem Backen mit Puderzucker bestäubt wird. Am besten warm genießen.

03

Garmisch-Partenkirchen

Das Schmuckstück am Fuße der Zugspitze darf auf meiner Top 7 der bayerischen Kleinstädte natürlich nicht fehlen: Garmisch-Partenkirchen. Besonders die historische Ludwigstraße verleiht dem Doppel-Ort das charmant-traditionelle Flair. Hier sammeln sich neben den klassischen Gaststätten auch kleine Cafés und Boutiquen. Meine volle Aufmerksamkeit erhalten jedoch die hübsch gestalteten Häuserfassaden: die Lüftlmalereien – eine frühe bayerische Version von Street Art.

Wer einen tollen Ausblick über die Dächer Garmisch-Partenkirchens genießen möchte, sollte am besten ein paar Schritte auf dem Philosophenweg wandern. Die Bänke hier am Wegesrand sind mit Zitaten berühmter Philosophen verziert – daher der Name. Der Weg führt von der Wankbahn-Talstation zur Wallfahrtskirche St. Anton. Neben einer großartigen Sicht auf den Ort hast du von hier auch die Wettersteinwand und das dahinter liegende Waxensteingebirge gut im Blick.

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Berchtesgaden

Die Altstadt wirkt schon fast malerisch auf mich: Ein historischer Torbogen trennt das Königliche Schloss Berchtesgaden von der Fußgängerzone mit Marktplatz. Dahinter zieht es mich dann in die verspielten Stadt-Gässchen, die sich am Kalvarienberg entlangziehen und in denen sich kleine Gaststätten und regionale Läden befinden.

Mein To-Do am Abend? Bei einem Aperitivo die Abendsonne genießen. Das La Bottega ist ein italienisches Feinkostgeschäft und bietet neben hervorragenden Getränken auch traditionelle Antipasti und hausgemachte Pasta-Gerichte an. Hier passt wirklich alles – und die Location ist obendrein so gemütlich, dass ich beinahe gar nicht mehr aufstehen möchte.

Wer noch einen Tag länger Zeit hat, um Berchtesgaden zu erkunden, sollte unbedingt einmal das Haus der Berge besuchen. Das moderne Nationalparkzentrum erklärt die Bergwelt interaktiv und auf mehreren Etagen. Neben einer bemerkenswerten Aussicht auf das Watzmann-Massiv, ist dies eine tolle Gelegenheit, um mehr über die Region zu erfahren.

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Nördlingen

Zugegebenerweise stand Nördlingen zu Beginn nicht auf meiner Liste der Top 7 Kleinstädte in Bayern. Und doch hat mich auch dieser Ort komplett in seinen Bann gezogen. Die mittelalterlichen Stadtmauern, kleine Gassen und die hübsch verzierten Fachwerkhäuser verleihen Nördlingen den gewissen urigen Charme. Auf dem 2,7 Kilometer langen Wehrgang kannst du das Stadtzentrum Nördlingens einmal komplett zu Fuß umrunden. Die Besonderheit: Auf deinem Weg passierst du alle fünf mittelalterlichen Stadttore mit jeweils unterschiedlichen Wehrtürmen. Ein Blickfang sind hier übrigens auch die Kasarmen – das sind kleinere Wohnhäuser, die sich mit der Rückwand an die Stadtmauer schmiegen.

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Passau

Oh, du schönes Passau! Über die Drei-Flüsse-Stadt im Südosten Bayerns staune ich nicht schlecht. Nicht nur Donau, Inn und Ilz kommen hier zusammen, hier kannst du auch die weltweit größte Dom-Orgel bestaunen. Von Mai bis Oktober finden hier sogar täglich Orgel-Konzerte statt. Der Dom selbst, der Dom St. Stephan, ist ebenfalls erwähnenswert: Er zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen italienischer Prägung in Deutschland.

Aber genug Historie, was hat Passau sonst noch zu bieten? Wenn du Lust auf einen kleinen Altstadtbummel hast, solltest du die Grabengasse nicht verpassen. Sie ist vor allem bekannt für ihre Cafés, Restaurants und kleinen Lädchen. Hübsche Cafés gibt es aber auch an weiteren Ecken in der Stadt: Das Café Anton in der Luragogasse ist meine persönliche Empfehlung. Es lockt neben leckeren, herzhaften Speisen mit einem unfassbar gemütlichen Innenhof – so lässt sich die Mittagspause doch aushalten.

Zwei Tipps für schlechtes Wetter: Das Museum Moderner Kunst Wörlen zeigt Werke des Künstlers Georg Philipp Wörlen und einiger weiterer Künstlergruppen. Auch das Glasmuseum Passau ist einen Besuch wert: Mit rund 15.000 ausgestellten Gläsern verschafft es einem einen tollen Überblick über die europäische Glasgeschichte.

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Eichstätt

Warst du schon einmal im Altmühltal? Falls nicht, solltest du mit deinem nächsten Kurztrip nicht mehr allzu lange warten. Die beste Zeit für eine Bootwanderung auf der Altmühl liegt nämlich zwischen Mai und Frühherbst. Auf rund 150 Flusskilometern kannst du die Region nördlich von Ingolstadt erleben und an dir vorbeiziehen lassen: Besonders Wacholderheiden, Feuchtwiesen und Karsthöhlen prägen die Mittelgebirgslandschaft hier.

Der Höllbräukeller in der Stadtmitte Eichstätts ist ein Muss, wenn du ein Fan deftig-regionaler Kost bist. Das Kantinchen in der Ostenstraße setzt hingegen auf eine komplett vegetarische Speisekarte.

Zu guter letzt: Was wäre ein Städte-Trip ohne einen Museumsbesuch? Das Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt ist ein Rundgang für die Sinne: Die verschiedenen Ausstellungen befinden sich unter dem Dach der ehemaligen Klosterkirche Notre Dame und bieten verschiedene Gelegenheiten, die Natur der Region für sich zu entdecken.

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