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Wie viele Tage sollte man einplanen, um in die neue Umgebung eintauchen aber gleichzeitig effektiv arbeiten zu können?
Naja, ideal wäre es natürlich, zwei bis drei Wochen an einer Location zu sein, gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeit. Natürlich ist das für viele aber auch eine Budgetfrage. Drei, vier oder fünf Tage sollten es schon mindestens sein. Bei diesen Zeiträumen empfehlen wir Firmen aber auch, den Mitarbeitenden anzubieten, vorher oder nachher verlängern zu können. Also drei Tage früher an- oder ein paar Tage später abzureisen. Sonst ist eine Workation, wie wir das wohl alle vor einer Reise kennen, immer auch mit Stress durch die Vorbereitungen verbunden. Bleibe ich etwas länger und kann diese Erfahrung wenigstens eine Woche genießen, relativiert sich das.
Außerdem liegen die Häuser meist in Wohnvierteln fernab von Touristen. Du lernst ganz andere Orte kennen und bekommst viel mehr Kontakt zu den Locals. Meist wissen Freunde der Hosts, dass du gerade dort bist. Gehst du dann mit dem Hund spazieren, kommst du schnell mit den Menschen ins Gespräch und gehst vielleicht sogar abends mal gemeinsam was trinken.
Und wenn du sehr tierlieb bist, aktuell aber keine Haustiere haben kannst, oder es einfach mal ausprobieren möchtest, ist Housesitting eine tolle Möglichkeit, um deinen Alltag mit Tieren zu verbringen. Ich habe immer gedacht, ich will unbedingt einen Husky. Nach einer Woche mit Husky in Norditalien finde ich die Hunde zwar immer noch unglaublich süß, würde mir selbst aber keinen anschaffen, weil sie so viel Auslauf und Beschäftigung brauchen. Aber eine Woche nach Paris zu fahren und dort mit einem Hund durch die Stadt zu spazieren – ich kann mir kaum etwas Besseres vorstellen.