Autorin Nadine beim Fotografieren mit der Kamera.
Inspiration

7 Tipps für bessere Reisefotos

Auf Reisen geht es in erster Linie darum, im Moment zu sein und das zu genießen, was man gerade erlebt. Das ein oder andere Urlaubsfoto möchte man aber natürlich trotzdem gerne schießen – am liebsten in super Qualität.

von Nadine Pinezits24.5.2024
Nadine liebt die Berge, den Wald hinter ihrem Elternhaus, die Küsten Portugals und ihre Kamera, mit der sie sämtliche ihrer Abenteuer einfängt.

Damit die nächsten Reisefotos ganz leicht von der Hand gehen und beim anschließenden Betrachten Urlaubsgefühle zurückbringen, gibt es hier ein paar hilfreiche Tipps.

01

Mit dem richtigen Licht arbeiten

In der Fotografie spielt Licht eine immense Rolle. Die Zeit, zu der wir fotografieren, macht im Ergebnis oftmals einen Riesenunterschied. Die wohl beste Zeit für schöne Fotos ist die sogenannte „Golden Hour“. So nennt man die letzte Stunde vor dem Sonnenuntergang und die erste Stunde nach Sonnenaufgang. Hier ist das Licht besonders weich und warm. Während zur Mittagszeit die Sonne oftmals harsch auf eure Motive scheint, sehen eure Fotos zur Golden Hour automatisch magisch aus. Wenn ihr die Möglichkeit habt, holt eure Kamera am besten zu dieser Zeit hervor und knipst eure Motive. Ihr könnt aber auch während der „blauen Stunde“ fotografieren. Hierbei handelt es sich um die Zeit kurz vor Sonnenaufgang beziehungsweise kurz nach Sonnenuntergang. Der Himmel färbt sich dann in ein kühles, intensives Blau und gibt euren Fotos etwas Mystisches.

02

Fotografie-„Regeln“ im Hinterkopf behalten

In der Fotografie gibt es gewisse „Regeln“, die euch dabei helfen können, einen harmonischen Bildaufbau zu kreieren. Ihr könnt euch an diesen orientieren, müsst sie aber natürlich nicht anwenden. Eine dieser Regeln ist die Drittel-Regel. Wenn ihr durch eure Kamera schaut, seht ihr zwei senkrechte Linien und zwei waagerechte (falls nicht, solltet ihr diese Funktion einschalten). Für ein ideales Foto sollte euer Motiv entweder am Schnittpunkt zweier Linien platziert sein oder an einer Linie entlang verlaufen.

Wenn die Umgebung, in der ihr fotografiert, es zulässt, könnt ihr außerdem mit leitenden Linien arbeiten. Das sind vom Menschen gefertigte oder natürliche Linien, die dabei helfen, den Blick auf das Objekt, das ihr fotografiert, zu lenken. Leitlinien können alles Mögliche sein, wie etwa eine Straße, eine Allee, Gleise oder ein Bergkamm.

03

Kreative Blickwinkel finden

Die Kamera einfach frontal auf euer Motiv zu richten und abzudrücken, funktioniert immer. Für etwas mehr Tiefe und den WOW-Effekt solltet ihr euch aber an etwas kreativere Blickwinkel trauen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr mit Wasserspiegelungen arbeitet, euch einen natürlichen Rahmen für euer Motiv sucht oder euch auf den Boden legt, um eine besondere Perspektive zu erhalten? Eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und ihr könnt je nach Location, ganz viel experimentieren.

05

Auf Details achten

Reisefotos werden dann besonders spannend, wenn sie interessante Details beinhalten. Anstatt also ausschließlich in der Totale zu fotografieren, konzentriert ihr euch beim nächsten Mal vermehrt auf Detailaufnahmen. Das kann eine Textur sein, eine Pflanze, Essen oder ein architektonisches Detail. Es muss sich dabei jedoch nicht immer um eine Makroaufnahme handeln. Ein im Vordergrund platziertes oder zufällig erscheinendes Detail kann euer Foto auch schon um einiges interessanter machen.

05

Spontane, ungestellte Momente einfangen

„So, und jetzt stellt euch mal alle auf und lächelt!“ Diesen Satz hat man schon zigmal gehört und auch wenn solche Fotos sich im Familienalbum gut machen, sind spontan eingefangene Szenen und Emotionen doch ein bisschen schöner. Wenn ihr auf Reisen seid, holt eure Kamera also ganz heimlich hervor und fotografiert eure Reisebegleitung in einem Moment, in dem sie sich unbeobachtet fühlt. So fangt ihr echte Emotionen ein und schafft eine tolle und spontane Atmosphäre in euren Bildern. Für ungestellte Fotos braucht ihr aber nicht unbedingt Menschen. Auch Tiere, verschiedene Großstadtszenen oder Wetterlagen geben super Motive für Momentaufnahmen. 

Wichtig: Wenn ihr fremde Personen fotografiert, fragt entweder im Vorhinein oder zeigt ihnen die Fotos im Anschluss und holt euch die Erlaubnis, dass ihr sie behalten dürft. Wenn ihr diesen Schritt umgehen wollt, fotografiert fremde Menschen so, dass ihre Gesichter nicht erkennbar sind und sie so gewissermaßen anonym bleiben.

06

In ein Stativ investieren

Selfies sind witzig und haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung. Wenn ihr allerdings etwas professionellere Fotos von euch auf Reisen haben wollt, solltet ihr in ein Stativ investieren. Ihr bekommt kleine Reisestative, die wenig wiegen und fast keinen Platz in eurem Koffer einnehmen, schon für wenig Geld. Die meisten Kameras könnt ihr mittlerweile auch mit eurem Handy koppeln und so Fotos von euch machen, ohne dabei innerhalb von 10 Sekunden an euren Fotospot zu laufen.

07

Erzähle eine Geschichte

Auch wenn es verlockend ist, einfach so drauf los zu fotografieren, solltet ihr euch im Vorhinein ein paar Gedanken zu euren Fotos machen. Ein Monument in einer Weise anzuknipsen, auf die man es schon viele Male gesehen hat, ist manchmal etwas langweilig. Wenn ihr einen besonderen Ansatz finden wollt, fragt euch vor dem Fotografieren am besten folgendes: Was will ich mit diesem Foto erzählen? Was macht mein Motiv einzigartig? Gibt es spannende Hintergrundinfos dazu, die ich irgendwie einfangen kann? Was für einen persönlichen Bezug habe ich zu meinem Motiv?

Wir sind uns sicher, wenn ihr auch nur eine Handvoll dieser Tipps auf eurer nächsten Reise im Hinterkopf behaltet, werdet ihr super coole Ergebnisse mit euren Fotos erreichen. Viel Spaß beim Fotografieren!

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