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7 Tipps für deinen ersten Solo-Hike

Wandern ist für viele der ideale Ausgleich zum Alltag. Man kann dabei perfekt den Kopf ausschalten und tut gleichzeitig dem Körper etwas Gutes. Immer mehr Menschen ziehen zum Wandern jetzt allein los – der sogenannte Solo-Hike boomt.

von Nadine Pinezits9.2.2024
Nadine liebt die Berge, den Wald hinter ihrem Elternhaus, die Küsten Portugals und ihre Kamera, mit der sie sämtliche ihrer Abenteuer einfängt.

Ein Sonnenaufgang in den Bergen, der Wind, der sanft durch die Bäume streift, und die Stille, die nur durch das Rascheln der Blätter unterbrochen wird – für viele Wanderfans ist das der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Um das auch wirklich mit jeder Faser zu genießen, begeben sich immer mehr Menschen jetzt allein auf Wanderschaft. Sie suchen vermehrt die persönliche Herausforderung und die spirituelle Erfahrung, die diese Art des Wanderns bietet. Doch hinter der Idylle des Alleinwanderns lauern auch Herausforderungen und Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Um das Beste aus deinem ersten Solo-Hike herauszuholen, solltest du dir unbedingt unsere 7 Tipps dazu ansehen.

01

Klein anfangen

Dein erster Solo-Hike sollte auf jeden Fall entspannt sein, denn hier geht es schließlich um Genuss und Natur. Du willst dir also keine total schwierige und herausfordernde Route antun, die dich komplett außer Atem bringt und dich all deine körperlichen Kräfte kostet. Für deinen ersten Solo-Hike wählst du daher am besten eine einfache und/oder dir bekannte Route. Zwei bis drei Stunden Gesamtdauer sind für den Anfang eine gute Zeit, bei der du abschalten kannst, körperlich aber nicht an deine Grenzen gehen musst. Wähle auch am besten Routen, die gut gekennzeichnet sind und die von Anfang bis Ende leicht zu begehen sind. Auf diesen Wegen wirst du vielleicht nicht ganz alleine sein, aber fürs erste Mal kann dir die Anwesenheit von anderen Wandernden auch eine gewisse Sicherheit geben.

Auch unsere Autorin Nadine zieht gern mal allein los.Foto: Nadine Pinezits
Das klappt beim Solo-Wandern besonders gut: Den Kopf ausschalten und einfach genießen.Foto: Nadine Pinezits
02

Recherche betreiben und die wichtigsten Infos einholen

Bevor du deinen Solo-Hike antrittst, informiere dich neben deiner generellen Route auch noch über andere Gegebenheiten, die auf deiner Wanderung wichtig sein könnten. Wie wird das Wetter sein? Wann wird es dunkel? Gibt es eine Einkehrmöglichkeit? Kann man am Weg irgendwo Wasser auffüllen? Liegt die Route größtenteils in der Sonne oder im Schatten? Wenn du auf all diese Fragen schon im Vorhinein eine Antwort hast, wird dir das ein gutes und sicheres Gefühl für deine erste Wanderung ganz allein geben.

03

Die richtige Ausstattung zulegen

Neben der theoretischen Vorbereitung ist natürlich auch die praktische wichtig. Was wir damit meinen? Die richtige Ausstattung und Verpflegung natürlich. Abgesehen von der passenden Kleidung (feste Wanderschuhe, Kopfbedeckung, Regenschutz, Wanderstöcke, etc.), denke auch an Dinge wie Snacks und Wasser, eine Powerbank, eine Stirnlampe, Verbandszeug, Sonnencreme oder ein Taschenmesser. Eine gute Vorbereitung und das Wissen, dass man für jeden Fall die passenden Tools im Rucksack hat, werden die Nervosität auf jeden Fall mindern.

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04

Apps als Hilfestellung nutzen

Ohne dich jetzt beunruhigen zu wollen, aber: Es könnte passieren, dass du dich auf deiner ersten Solo-Wanderung verläufst. Das ist aber eigentlich nicht weiter schlimm. Schließlich bist du zeitig los, es ist noch lange hell und deine Route ist nicht gefährlich. Eine zusätzliche Hilfestellung für Situationen, in denen du möglicherweise die Orientierung verlierst, können Apps sein, die dir deine Route auch offline und ohne Empfang anzeigen und dich zurück auf den richtigen Weg führen. Unsere Favoriten sind die Bergfex App, die Komoot App und die Outdooractive App. Ein weiterer Vorteil: Du kannst deine Routen tracken und speichern und hast somit immer Zugriff auf deine bereits zurückgelegten Wanderungen.

05

Vernetzt bleiben

Ja, du bist alleine unterwegs und das ist auch gut so. Schließlich geht es bei einem Solo-Hike genau darum. Bevor du loswanderst, solltest du aber dennoch jemanden aus deinem Umfeld von deinen Plänen erzählen, deine Route durchgeben und dich melden, wenn du gewisse Meilensteine erreicht hast. Das gibt deinen Liebsten zuhause ein besseres Gefühl und auch du wirst dich wohler fühlen, wenn du weißt, dass jemand über deine Pläne im Bilde ist.

Pausen gehören zum Wandern dazu. Nutze die Zeit, um Kraft zu tanken und deine Liebsten zu informieren, dass es dir gut geht.Foto: Nadine Pinezits
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Ruhe bewahren und Grenzen setzen

Solltest du auf deiner Wanderung doch einmal in eine Situation kommen, in der du dich nicht wohl fühlst – sei es, weil du die Orientierung verloren hast, auf wilde Tieren triffst oder einfach ein mulmiges Gefühl hast – ist es immer das Wichtigste, die Ruhe zu bewahren. Gut, leichter gesagt als getan, aber du weißt ja schließlich, dass du dich gut vorbereitet hast und eigentlich gar nichts schiefgehen kann. Wenn du dir in einer Situation trotzdem nicht sicher bist, höre entweder auf dein Bauchgefühl (das liegt meistens richtig) oder rufe jemanden aus deinem Umfeld an und hole Rat ein. Nimm dir für deine Entscheidungen in den Bergen auf jeden Fall genug Zeit und brich deine Wanderung im Notfall immer lieber ab, anstatt deine Grenzen zu überschreiten.

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07

Genießen

An oberster Stelle steht jedoch der Genuss. Schließlich kommst du allein in die Natur und die Berge, um bei dir zu sein, so richtig durchzuatmen und eine entspannte Zeit mit dir selbst zu verbringen. Wenn du der Typ dafür bist, bring auch gern dein Notizbuch mit, um Gedanken, die während deiner Wanderung aufkommen, niederzuschreiben. Ansonsten: einfach im Jetzt sein, alles aufsaugen und bis zu deinem nächsten Wander-Abenteuer davon zehren.

Du möchtest nicht bloß allein wandern gehen, sondern denkst sogar über eine Solo-Reise nach? Einfach mal machen: Unsere Tipps für Alleinreisende helfen dir dabei, mutig zu sein und deinen Trip sorgfältig zu planen.

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